Grundlagen - Rhythmus und Wiederholung | Vorbild und Nachahmung | Rituale



Grundlagen der Waldorfpädagogik


Rhythmus und Wiederholung

Rhythmus ist in allen Bewegungen, die in regelmäßigem Wechsel wiederkehren. Alles Lebendige ist davon durchzogen. Den Pflanzen, den Tieren, den Menschen, der Erde, dem ganzen Kosmos liegen rhythmische Gesetzmäßigkeiten zugrunde. Das Wachsen und das Verblühen der Blumen, die Atmung, die Gezeiten, der Jahreslauf, der Gang des Mondes und der Gestirne und vieles mehr ist durch Rhythmen bestimmt.

Rhythmen sind verläßlich. Nichts kann sie aus ihrer Ruhe bringen.

Das Kind ist noch nicht in der Lage, fortdauernde neue Reize oder Unbeständigkeiten zu verkraften. Woran soll es sich halten, womit soll es sich verbinden, wenn immer nur flüchtige Eindrücke an ihm vorüberziehen?

Vorbild und Nachahmung


Nachahmend finden sich die Kinder in ihre Umwelt hinein. Sie haben den Drang, ebenfalls das zu tun, was sie rings um sich erleben. Mit Verantwortung sollte darauf gesehen werden, daß das, was in der Umgebung der Kinder geschieht, möglichst nachahmenswert ist. Der Erwachsene wird fraglos als Vorbild angenommen.

Er wirkt nicht nur durch sein Handeln, sondern auch durch seine Gedanken und seine Lebensauffassung.

Trägt er Ehrfurcht vor der Schöpfung in sich, begegnet er den Menschen mit Achtung, ist er fähig Dankbarkeit zu zeigen, so wird das Kind das auch tun.

Rituale


Rituale sollten wir auch zu Hause einhalten und es uns schön und gemütlich machen. Für das Kind rundet sich der Tag harmonisch ab, wenn die Mutter, der Vater sich noch ein wenig Zeit für das Zubettbringen nehmen. Es bedeutet den Kindern viel, daß das, was einmal eingeführt wurde, auch möglichst jeden Abend wiederkehrt. Das sanfte Licht einer Kerze, ein Lied, ein Spruch, etwas Musik auf der Kinderharfe, auch eine einfache Geschichte lassen den Tag ausklingen.